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Volksmusikband, die Instrumente spielt und dabei gewebte Tierfiguren auf dem Kopf trägt.
Armagh Rhymers, Foto von Anne Harte
Armagh Rhymers, Foto von Anne Harte

Wie Zeitgeist Irland irische Kunst und Kultur in Deutschland förderte

Mit einem einjährigen Programm von über 400 Veranstaltungen in mehr als 150 Städten in ganz Deutschland war Zeitgeist Irland 24 – eine Initiative von Culture Ireland und der Botschaft von Irland in Deutschland – ein Meilenstein für die irische Kunst und Kultur im Jahr 2024.

Das ganze Jahr über wurde dem deutschen Publikum eine neue Generation irischer Künstler:innen vorgestellt, die den Reichtum und die Vielfalt der irischen Kultur repräsentierten und den Geist einer sich wandelnden Nation einfingen.

Ein vielfältiges Programm irischer Kunst in ganz Deutschland.

Bei Zeitgeist Irland 24 wurde ein breites Spektrum an Kunstformen präsentiert und einem Publikum in jedem Winkel Deutschlands vorgestellt.

Dazu gehörten wichtige Veranstaltungen wie der irische Film „Small Things Like These” mit Cillian Murphy, der die 74. Berlinale eröffnete, „Changing States: Ireland in the 21st Century”, die größte internationale Ausstellung irischer zeitgenössischer Fotografie im Haus am Kleistpark, und das Eröffnungskonzert von David Brophy in seiner neuen Rolle als Chefdirigent des WDR-Rundfunkorchesters in Köln.

Small Things Like These, courtesy of Big Things Films
A still from the film Small Things Like These

New Irish talents showcasing at renowned festivals across Germany

Das international anerkannte Festival für digitale Kunst transmediale und das Festival für elektronische Musik CTM haben beide umfangreiche irische Beiträge in ihr Programm für 2024 aufgenommen, das Opera Collective Ireland trat beim Sommeropernfestival im Schloss Rheinsburg in Brandenburg auf, und irische Theatermacher nahmen am PLUG & PLAY-Festival im Staatstheater Mainz teil.

Kunstliebhaber kamen in den Genuss irischer bildender Kunst, unter anderem bei der Gruppenausstellung Footfalls in der Galerie Britta Rettberg in München und der Performance-Kunst-Veranstaltung Potluck in der Kunststation Sankt Peter in Köln.

Foto mit freundlicher Genehmigung vom WDR und Claus Langer
David Brophy bei seinem Eröffnungskonzert mit dem WDR Radio-Orchester

Im Laufe des Jahres fanden in Deutschland eine Vielzahl unterschiedlicher Musik-Acts statt wie Sharon Shannon, Junior Brother, Sunil Sharpe, The Armagh Rhymers, Soda Blonde und Celaviedmai, um nur einige zu nennen, die Indie-Rock, Trad, Techno, Hip-Hop und vieles mehr darboten.

Bei Branchen-Showcases konnten irische Künstler:innen wichtige berufliche Kontakte knüpfen.

Während aufstrebende Pop- und Rockbands mit ‘First Music Contact’ beim renommierten Reeperbahn Festivalin Hamburg auftraten, war mit Animation Ireland eine große irische Delegation beim diesjährigen Internationalen Festival für Animationsfilm in Stuttgart vertreten, und die irischen Literatentalente Audrey Magee, Naoise Dolan und Ferdia Lennon nahmen mit Literature Ireland an Veranstaltungen auf der international bedeutenden Leipziger Buchmesse teil.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Pfütze
Jennifer Walshe bei ihrem Auftritt bei der Auftaktveranstaltung von Zeitgeist Irland 24

Etablierte Namen und aufstrebende Künstler:innen

Das Programm umfasste im Laufe des Jahres Hunderte von irischen Künstler:innen, darunter bekannte Namen wie die Komponistin Jennifer Walshe, die Theatergruppe Dead Centre, die preisgekrönten Schriftsteller Paul Lynch, Paul Murray und Colm Tóibín, die Performancekünstlerin Amanda Coogan, die Musikerin Wallis Bird und die bildende Künstlerin Niamh O’ Malley.

Gleichzeitig bot das Programm einer Reihe von Nachwuchstalenten aus verschiedenen Kunstsparten die Möglichkeit, ihre Werke zum ersten Mal in Deutschland zu präsentieren.

Ein einzigartiger Aspekt von Zeitgeist Irland 24 war die Art und Weise, wie es die große irische Kreativdiaspora in Deutschland einbezog.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Maren Michaelis
Toshín bei ihrem Auftritt beim „Most Wanted Music”-Festival

Unter anderem hat die Tänzerin und Choreografin Sheena McGrandles, die ihre Produktionen MINT im Hebbel am Ufer (Berlin) und DAWN im Theater im Depot (Düsseldorf) präsentierte, ihre Karriere weitgehend in Deutschland aufgebaut, ebenso wie die in Dublin geborene bildende Künstlerin Mariechen Danz, deren Einzelausstellung edge out in der Berlinischen Galerie zu sehen war – eine Premiere für eine irische Künstlerin. Die aufstrebende Popstar Toshín, die erst kürzlich nach Berlin gekommen ist, begeisterte während des Jahresprogramms ein neues Publikum bei Konzerten in Deutschland.

Zeitgeist Irland 24 gab eine spezielle Podcast-Reihe von Neil Hoare in Auftrag, um diese vielfältigen Talente hervorzuheben. Alle fünfzehn Folgen sind verfügbar.

Irische Kunst: seit langem bekannt als wegweisend

Irische Künstler:innen sind seit langem für ihre bahnbrechenden Werke bekannt.

Im Laufe des Jahresprogramms versuchten viele zeitgenössische Künstler:innen, eine Verbindung zu den Werken von Samuel Beckett herzustellen, der Ende des 20. Jahrhunderts eine intensive kreative Beziehung zu Deutschland hatte.

Die Schauspielerin Mary Kelly übernahm die Hauptrolle der Winnie in einer neuen Inszenierung von Happy Days im English Theatrein Berlin unter der Regie von Becketts langjährigem Weggefährten Walter D. Asmus.

Der Künstler Gerard Byrne und die Beckett-Expertin Judith Wilkinson kuratierten im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart eine groß angelegte Ausstellung über Becketts experimentelle Fernsehspiele für den deutschen Sender SDR.

Die Theatergruppe Pan Pan präsentierte ihre innovative Interpretation von Cascando in Mainz, Marburg und Berlin.

If I Fall, Don't Pick Me Up

Zusammenfassung des Videos: Im Rahmen von Zeitgeist Irland 24 beauftragte die irische Botschaft in Deutschland den Künstler und Filmemacher Declan Clarke mit der Produktion des Spielfilms If I Fall, Don’t Pick Me Up, einer Erkundung der jahrzehntelangen Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen Beckett und Asmus, welche im Rahmen des Programms in Deutschland seine Premiere feierte.

Partnerschaften und Verbindungen

Der Erfolg des Programms „Zeitgeist Irland 24“ beruht auf den zahlreichen Partnerschaften, die im Laufe des Jahres zwischen irischen Künstler:innen und irischen Kulturinstitutionen einerseits und deutschen Veranstaltern und Kulturstätten andererseits geschlossen wurden.

So arbeitete beispielsweise das Irish Museum of Modern Art eng mit der Galerie für Zeitgenössische Kunstin Leipzig zusammen, um das Werk „Scene of the Myth“ der Künstlerin Sarah Pierce auszustellen. Die irische Musikerin Carol McConnell und der Komponist Ian Wilson arbeiteten mit dem Ensemble Musikfabrik in Köln an dem Konzert „Voces Amissea” (Verlorene Stimmen) zusammen.

„Changing States – Irland im 21. Jahrhundert” im Haus am Kleistpark, Foto mit freundlicher Genehmigung von Ralph Goetz
„Changing States – Irland im 21. Jahrhundert” im Haus am Kleistpark war die größte internationale Ausstellung irischer Fotografie.

Das Literarische Colloquium Berlin organisierte in Zusammenarbeit mit Literature Ireland den 'Irish Hub' – einen Sommer mit irischen Schriftsteller:innen in Residenz und öffentlichen Lesungen.

Irische Kultur in Deutschland

Dies waren nur einige der vielen Partnerschaften und Verbindungen, die das Kulturprogramm dieses Jahres so bedeutungsvoll und nachhaltig gemacht haben.

Obwohl Zeitgeist Irland 24 nun zu Ende ist, können Sie der Botschaft auf Instagram folgen, um mehr über das kontinuierliche Wachstum und die Vielfalt der irischen Kultur in Deutschland zu erfahren.